Ich teste Kundalini-Yoga im OOOM Yoga

Montagabend. Ich liege gemütlich auf meiner Couch in eine warme Decke gekuschelt, und möchte mich keinen Millimeter mehr bewegen. Da hilft nur mein aktuelles Motto „Nicht denken, tun“, und mich auf den Weg zum Kundalini Yoga zu machen.
Die Stunde findet wieder im Ooom Yoga Studio in 1020 Wien statt. Ich habe eine günstige Schnupperkarte für 5 Einheiten, und praktischerweise werden hier unterschiedliche Stile unterrichtet.
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DIE PRINZESSIN UND DIE SCHLANGE
Über Kundalini Yoga habe ich vorab schon Einiges gehört. „Viele schnelle Wiederholungen…“, „Danach 3 Tage krassen Muskelkater…“, „Mantras Mantras, Mantras…“ und eine Ex-Arbeitskollegin hat während ihrer Kundalini Yogalehrer-Ausbildung gleich ihren Namen um „Kaur“ (=Prinzessin) erweitert. Und Kundalini ist ja auch noch die Schlange, die zusammengerollt im Becken liegen und „aufsteigen“ soll.

Im Studio angelangt, erklärt mir Yogalehrerin Regine „Sindi“ Sindl den Stundenablauf und drückt mir einen Zettel mit 3 Mantras in die Hand, die wir singen werden. DAS nenne ich mal gut vorbereitet. Wir ordnen die Matten sternförmig an (großartig!) und Sindi macht eine kurzes Intro für alle. Wir werden in dieser Stunde 2 Übungsreihen machen: die erste für den Rücken und die zweite für die Nieren.

„ONG NAMO GURU DEV NAMO“
Wir singen drei mal das Mantra „Ong Namo Guru Dev Namo und sollen uns dabei auf unsere Schöpfungskraft konzentrieren. Dann ein für mich langes Kapalabhati – ca. 200 Atemzüge – die Arme sind dabei senkrecht nach oben über den Kopf ausstreckt. Uff, ich kannte Kapalabhati bisher nur mit mickrigen 50 Atemzügen!

Nach sehr ausführlichem Aufwärmen beginnt die 1. Übungsreihe. Die Asanas sind einfach und ausschließlich im Liegen oder Sitzen – aber tatsächlich mit vielen Wiederholungen. Was mir gefällt: wir können das Tempo der Wiederholungen selbst bestimmen. Sindi erklärt mir später, dass sie einen liberalen, weiblichen Zugang zum Kundalini hat. Bei ihrem Ausbildner würde das Ganze fordernder aussehen.

HUMORVOLLE ANSTRENGUNG
Die Teilnehmerinnen sind altersmäßig bunt gemischt, auch 60+ ist dabei. Im Laufe der Stunde kommen immer wieder lustige, selbst-ironische Kommentare aus der Runde. Schön, Humor in Kombination mit Anstrengung. 🙂


Die 2. Übungreihe
– im Kundalini sagt man dazu übrigens Kriya – findet hauptsächlich im 4-Fussstand statt. Das Highlight ist der Tiger, Vyaghrasana. Dabei geht der Blick nach hinten oben zum hoch gehobenen Bein, und wir kombinieren das Ganze mit Kapalabhati. Anstrengend! Und nochmals wird’s fordernd: Wir sagen ein Mantra im Hocken – in eine Variante von Manduki Asana. Die Arme sind dabei gerade nach vorne gestreckt.

Noch Savasana, ein letztes Mantra „Sat Nam“ (=Verneigung vor dir Selbst) und die Stunde ist vorbei. In der Umkleide teilt dann noch eine Teilnehmerin an alle kleine Schokoladen aus. Also sicher eine der sympathischsten Yoga-Gruppen, in der ich jemals war.

MEIN FAZIT: EIN FREIER KOPF
Ich bin herrlich entspannt, obwohl einige fordernde Elemente in der Stunde waren. Und mein Kopf ist wieder frei – einer der vielen Gründe, warum ich Yoga mache. Was für mich überraschend war: keine Standübungen, keine Sonnengrüße. Neu war auch das lange Kapalabhati, in Kombination mit einer anspruchsvollen Asana unnd das Mantras-Singen. Großartig fand ich die lockeren Kommentare der Teilnehmer zwischendurch. Verglichen mit der Info, die ich vorab hatte, dürfte diese Stunde eine Light-Version gewesen sein. Was ich absolut positiv meine! 🙂

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Lehrer:  ✪✪✪✪✪   ||   Lage:  ✪✪✪   ||   Studio:  ✪✪✪   ||    Preis-Leistung:  ✪✪✪✪
Yogastil: Kundalini, Mantras||   Schnupperangebot:  ja   ||    Suchtfaktor: ✪✪✪✪
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