Ich teste Kundalini-Yoga im AMAR DAS

Uiui, ich habe mein Handtuch vergessen – und alle haben eins auf ihren Matten. Ich frage den freundlichen Yogalehrer „Ohne Namen“ (in Folge .O.N.) im schönen „Amar Das“ Studio in 1020 Wien, ob ich mir eines ausborgen kann. „Leg doch einfach eine Decke auf die Matte.“ OK.

Kundalini
Meine Sorge von wegen keinen Halt haben, erweist sich als unbegründet.
In dieser Kundalini-Stunde wird es keine schweißtreibenden Sonnengrüße, keine dynamischen Flows geben – dafür einfache Asanas, die oft wiederholt bzw. lange gehalten werden.

Yogalehrer O.N. sagt: „Atme während der Stunde durch die Nase und bewege dich in deinem eigenen Tempo.“ Der Schwerpunkt dieser Anfänger-Stunde wird auf dem Schulter/Nackenbereich und der Verdauung liegen. Zur Einstimmung singen wir im Sitzen ein Mantra.

AND IT BURNS, BURNS, BURNS… 
Aufwärmen. Im Stehen die Arme seitlich parallel zum Boden ausstrecken, 
über dem Kopf zusammenführen, und wieder retour. Und das ca. 100x (!). Dieselbe Bewegung machen wir dann vor dem Körper – ebenfalls mit vielen Wiederholungen. Die Muskeln in meinen Oberarmen brennen und mein rechtes Schultergelenk knackt vor sich hin.

Ich habe 2 Wochen lang kein Yoga gemacht; das macht sich jetzt bemerkbar. Das schlichte Kopfkreisen im Sitzen danach ist ein Spaziergang. Es folgen 3-4 verschiedene Atemübungen – kombiniert mit Bewegung und diverser Musik. O.N. versucht sich als DJ: er klickt eifrig auf der Fernsteuerung herum, um die passenden Tracks zu finden. Irina-Yoga-7

FINDE DIE MITTE
Es folgen einfache Asanas wie die Katzedie wir im eigenen Tempo oft-oft-oft wiederholen. Mittendrin bleiben wir für einige Minuten im nach unten schauenden Hund. O.N. sagt: „Wenn du den richtigen Schwerpunkt im Hund findest, dann ist er weniger anstrengend.“ Ich versuche, mich auszubalancieren, und tadaaa: es funktioniert.

Ich finde den Hund ja umso schwieriger, je öfter ich ihn mache. 2 Yogis fangen nach einiger Zeit an, etwas verzweifelt zu kichern und legen sich ausgepowert auf die Matte. O.N. zeigt ihnen als Alternative zum Hund den einfacheren Delphin.


HAPPY HAPPY FEET

Aus der Hocke kommen wir dynamisch in Uttanasana und wieder zurück in die Hocke – und das ca. 50 Mal. Dann greifen wir in Uttanasana zu den Knöchel und gehen so eine Runde mit möglichst durchgestreckten Beinen durch den Raum – wie eine Gruppe tolpatschiger Pinguine.
Zurück auf die Matte und in eine flache Variante des Boots: dabei die Beine ca. 15 vom Boden abheben, und halten, halten, halten – bis zur Schmerzgrenze. Dann die Baby-Kobra, mit den Händen am Gesäß – die einzige Rückbeuge der Stunde – und nochmals Halten. Und ein drittes langes Halten in Paschimottanasana.

Savasana – ebenfalls mit Musik – und interessant: ich spüre, wie mein rechter Oberschenkelmuskel, der oft verspannt ist, sich lockert. So bewußt habe ich das noch nie wahrgenommen. Das Lockern der Muskeln soll ja einer der Effekte von Kundalini Yoga sein. Und mein Gehirnmuskel ist auch entspannter – das war dringend notwendig. 🙂
Abschließend noch eine längere Mantra-Meditation von Band. Wir singen mit mehr oder weniger Talent mit. Die Stunde endet mit 3x Sat Nam.

MEIN FAZIT: WENIGER IST MEHR
Eine Stunde mit einfachen Asanas, die durch die vielen Wiederholungen und das lange Halten fordernd & belebend war. Der Stundenschwerpunkt auf den Schultern & Nacken bzw. der Verdauung war in den Asanas nachvollziehbar – so werden z.B. bei den Vorbeugen die Verdauungsorgane massiert. In Kombination mit anderen Yoga-Stilen kann ich mir Kundalini gut vorstellen, alleine wäre es mir zu einseitig. Die Schnupperstunde gibt es immer Dienstag abends um erschwingliche 11 EUR. 

PS: wer Interesse an den Kundalini-Serien – den Kriyas – hat, bitte hier entlang.

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Lehrer:  ✪✪✪   ||   Lage:  ✪✪✪✪   ||   Studio:  ✪✪✪✪   ||    Preis-Leistung:  ✪✪✪✪
Yogastil: Kundalini  ||   Schnupperangebot:  ja   ||    Suchtfaktor✪✪✪
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