Ich detoxe mit Säften:  6 Tage ohne Essen

Detox

Ich habe mir letzte Woche freigenommen, um eine Detox-Saftkur zu machen.

DER ORT: chez moi.
DAS ZIEL: meinen Körper entgiften. Ein paar Kilos verlieren. Mich danach zum Bäume ausreißen fühlen.


WIE NEUGEBOREN DURCH FASTEN

Als Leitfaden verwende ich das Buch Wie neugeboren durch Fasten von Dr. Hellmut Lützner. Darin gibt es einen hilfreichen Wochenplan – die Details siehst du in dieser Übersicht aus dem Buch.

Ganz ehrlich: ein bisschen Bammel, ob ich eine Woche ohne Essen schaffe, habe ich schon.

Laut Ayurveda bin ich Typ Pitta. Das hat den Vorteil, dass meine Verdauung flott funktioniert. Ich brauche also keine Einläufe, Glaubersalz oder ähnliche unangenehme Dinge, um den Darm zu entleeren. Damit startet man nämlich wunderbarerweise in die Saftwoche. Bei mir reichen schon Sauerkrautsaft oder Buttermilch. Und Achtung: die Salze können die Darmflora irritieren, also vorsichtig damit umgehen.

Meine Säfte – von Karotte, über Rote Beete bis Pflaumen – sind von Alnatura (gibt’s z.B. beim DM). Dazu nehme ich frische Orangen und Zitronen zum Aufpeppen. Ich bin tendenziell halb-faul, und mische mir daher Fertiges mit Frischem. Die Säfte sollen meinen Körper auf jeden Fall von unnötigem Ballast befreien.


MEINE DETOX-TAGE IM TELEGRAMMSTIL
(oder scroll gleich zu den Erkenntnissen)

♥♥♥ ENTLASTUNGSTAG ♥♥♥
Wenig essen … geistig & körperlich auf die Fastenwoche vorbereiten … kein Problem soweit …

♥♥♥ TAG 1 ♥♥♥
Erstes Aha-Erlebnis: ohne morgendlichen Kaffee bin ich viel ruhiger … leichte Gelenks-  und Kopfschmerzen … mir ist kalt (sonst ist mir immer warm) … am Nachmittag mega-müüüüüüde … überraschenderweise kein Hunger …
Sport: keinen – ich konnte mich nicht mal zu meinen täglichen Sonnengrüßen aufraffen

♥♥♥ TAG 2 ♥♥♥
Ich komme kaum aus dem Bett … wieder leichte Kopfschmerzen … ich liege faul auf der Couch rum … erstaunlicherweise habe ich noch immer keinen Hunger, aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben … ha, nachmittags kommt das erste Mal Hungergefühl auf … ich trinke etwas Buttermilch, das hilft …
Sport: morgens Sonnengrüße + langsames Laufen abends

♥♥♥ TAG 3 ♥♥♥
Früh aufgewacht … ich bin herrlich gelassen & mein Gehirn ist mal nicht im Monkey-Mind-Modus … nicht mehr so müde wie an den ersten beiden Tagen …
Sport: morgens Sonnengrüße + 1h Power-Yoga DVD abends (fand ich allerdings mega-anstrengend!)

♥♥♥ TAG 4 ♥♥♥
Hui, schlecht geträumt und ungewöhnlich früh aufgewacht … fein, einfach mal entspannt liegen zu bleiben und nicht gleich aufzustehen … klare Gedanken … später in der Kälte spazieren ist herrlich erfrischend …
Sport: morgens Sonnengrüße

♥♥♥ TAG 5 ♥♥♥
Ich werde kreativ
& häkle was der Faden – ähm – das Zeug hält … ich entscheide mich für einen Tag ohne Internet & drehe auch mein Handy ab … Wahnsinn, wie befreiend das istmeine größte Erkenntnis der Fastenwoche bis jetzt!!!
Sport: morgens Sonnengrüße

♥♥♥ TAG 6 ♥♥♥
Wieder schlecht geträumt … ich bin nicht so leistungsfähig = schnell zum Bus laufen ist anstrengend! … der kreative Schub hält an: ich stelle meine Möbel in der Wohnung um, und bin danach hundemüde  … abends stellt sich ziemlicher Hunger ein … ich freue mich schon ordentlich auf den ersten Eßtag …
Sport: morgens Sonnengrüße

♥♥♥ 1. AUFBAUTAG ♥♥♥
Ich darf wieder essen, yippie! … der erste Apfel: unfaßbar, wie gut er schmeckt … ich rieche auch alles intensiver … ich versuche, ganz langsam zu kauen … und bin mit meinen alten Eßverhalten konfrontiert = hastiges Nebenbei-Essen

♥♥♥ 2. AUFBAUTAG ♥♥♥
Supergut geschlafen … energiegeladen … ich fühle mich fitter, leichter, jünger und ja: tatsächlich ein bißchen neugeboren! 🙂


9 ERKENNTNISSE AUS 6 TAGEN DETOX

  1. Das Umschalten von Essen auf Fasten funktioniert überraschend gut und ich hatte während der Woche fast keinen Hunger = die Säfte sind echt sättigend. Ich habe zwischendurch immer wieder Zitronenwasser und einige Schluck Buttermilch getrunken (stand nicht im Plan).
  2. Mir war vorher nicht bewußt, wie müde ich war: an den ersten beiden Tagen liege ich fast nur auf der Couch rum.
  3. Der Verzicht auf meinen morgendlichen Kaffee war weniger schlimm als erwartet, und ich bin dadurch viel ruhiger.
  4. Ab dem 3. Tag stellen sich tatsächlich Momente absoluter geistiger Klarheit ein – alleine deshalb würde ich das Ganze sofort wieder machen.
  5. Ich bin viel online, oft schon in der Früh – und mache mir dadurch unnötigen Stress.
  6. Die Tage nach der Saftkur sind die Schwierigsten – aber das ist meine Chance, mein Eßverhalten umzustellen = in Ruhe was Gutes zu essen & nichts nebenbei zu machen.
  7. Meine Haut ist viel besser als vor der Saftkur: richtig strahlend & ohne Unreinheiten.
  8. Meine Verdauung hat sich super eingependelt und ich habe ca. 2 kg abgenommen.
  9. Resümee: Ich würde – und werde – das Ganze wieder machen!


EIN NEUES LEBENSGEFÜHL – DANK JUICING

Als Belohnung für mein Durchhalten habe ich mir einen Standmixer in schickem Rot und ein Smoothies-Rezeptebuch gekauft. Meine ersten Smoothie-Kreationen waren mega-lecker!

Eine Detox-Saft-Kur zu Hause ist auf jeden Fall machbar. Du brauchst nur eine gute Anleitung – sei es ein Buch wie in meinem Fall – oder einen Online-Ratgeber wie jenen von Jason Vale.

Hast du schon Erfahrung mit Detox / Saftkuren / Fasten gemacht? Wie ist es dir ergangen? Hat sich  dadurch langfristig was verändert? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

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8 Gedanken zu “Ich detoxe mit Säften:  6 Tage ohne Essen

  1. Vielen Dank für deinen Bericht! Ich habe mich in den letzten Tagen sehr viel über eine Detox Saftkur informiert. Hättest du auch Rezepte wie du die fertigen Säfte gemixt hast? Ich finde im Internet leider nur Rezepte mit Gemüse und Obst für den Mixer. Würde mich über ein paar Tipps sehr freuen!

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    • Hallo Paula,
      ich habe einfach die gekauften Säfte nach Lust und Laune gemischt – z.B. habe ich zum gekauften Kartottensaft frisch gepressten Orangensaft dazugegeben, und zusätzlich eine halbe Tasse Wasser, weil die Säfte sonst mega-intensiv schmecken.
      Ein paar Ideen zum Mischen hatte ich aus einem Smoothies und Shakes-Buch (gibt es günstig in jeder Buchhandlung).
      Bei DM gibt es (soweit ich weiß von Biotta) auch Boxen mit fertigen Säften für eine Woche Saftkur. Die habe ich allerdings noch nie probiert.
      Happy Detox! 🙂

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  2. Ich hatte letztes Jahr eine Gallenkolik und musste darauf hin 6 Tage lang eine Saftkur machen. Deine 9 Erkenntnisse decken sich fast mit den meinen, nur von Facebook hab ich mich nicht abgemeldet 🙂 Damit die Leberwerte wieder besser wurden, trank ich zusätzlich jeden Tag Zitronen Wasser mit Ahornsirup und Cayenne Pfeffer. Des Überraschende für mich war, wie gut ich gelaunt war, ohne zu Essen. Ich muss jetzt echt wieder mal über meine Essgewohnheiten nachdenken.

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    • Ui, hast du dich von der Kolik wieder ganz erholt?
      Echt spannend zu hören, dass du ähnliche Erfahrungen gemacht hast! 🙂
      Ich habe mir schon vorher länger überlegt, mich von FB abzumelden (man ist einfach der gläserne User dort).
      Das Zitronenwasser trinke ich auch – nur mit Bienenhonig. Ich werde mal probieren, Cayenne Pfeffer dazu zu mixen. Danke für den Tipp!
      Für mich ist jetzt die größte Erkenntnis, dass bei mir auch ganz viel mit dem Essen/Essverhalten zusammenhängt. Ich versuche momentan, jeden Bissen zu genießen, oft zu kauen, in Ruhe zu essen – ich hoffe das wird bald zur Routine, und ich muss es nicht mehr steuern! 🙂
      Alles Liebe, Elisa

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      • Liebe Elisa, danke ja von der Kolik hab ich mich wieder gut erholt. Das Zitronenwasser hat einen großen Anteil daran. Die Leberwerte fallen bei einer Kolik vollkommen in den Keller. Normal sind hier Werte zwischen 10-20 und ich hatte 645. Innerhalb einer Woche konnte ich mit der Trinkkur und dem Zitrowasser die Werte halbieren. Meine Ärztin war begeistert. Den Tipp hatte von einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Was die Energie zum Fließen bringt“ von der Sandy Taikyu Kuhn Shimu. Hier ist vom Augenbad bis zur Zungenreinigung alles drinnen und das auf kompakten 100 Seiten. Zum Abschluss noch ein Lob von mir für die Super Aufbereitung deiner Beiträge – hier kann ich noch viel lernen. lg, Alois

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      • Hallo Alois,
        deine Geschichte ist wirklich interessant – ich denke auch für andere. Du solltest einen Blog-Eintrag dazu schreiben! 🙂
        Das Buch werde ich mir mal besorgen. Danke für das Kompliment zu meinen Blog! Ist schon auch ein zeitlicher Aufwand, aber es macht mir einfach Spass! 😀
        Schönen Sonntag, Elisa

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  3. Danke für diesen ausführlichen Bericht!!! Ich scheue mich davor zu fasten, weil ich meine schlechte Laune an normal essenden Tagen schon nicht steuern und leiden kann. Andererseits sollte ich es tatsächlich einmal tun. Dank dir hab ich ja jetzt eine tolle Anleitung, … ❤

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    • Hallo Winnie,
      danke für deinen Kommentar!
      Ich kann die Saftkur wirklich empfehlen.
      Ich liebe gutes Essen. Daher esse ich oft, um mich zu belohnen, oder um mich einfach gut zu fühlen.
      Und wenn ich Heißhunger habe, muss schnell was zwischen die Beisserchen. 😛
      Meine Heißhunger-Attacken sind allerdings seit der Kur so gut wie weg! Ich bin ehrlich positiv überrascht über den Effekt! 🙂 lg, Elisa

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