3 gute Gründe, 8 Wochen mit Jack Kornfield zu meditieren

Mir weht gerade – wieder einmal – der Wind der Veränderung um die Ohren. Da helfen mir Meditationen oft besser als Yoga, um einen kühlen Kopf bewahren und meinem geschäftigen Verstand (Monkey Mind!) eine Pause zu gönnen. Daher meditiere ich seit einigen Wochen täglich. 

jack-kornfield-CD

Jack Kornfield, Vipassana

Die Achtsamkeitsmeditationen von Jack Kornfield liegen schon seit ca. 2012 bei mir herum. Sie sind einfach gehalten: nur die Stimme des Sprechers, ohne Hintergrundmusik oder andere Wohlfühlelemente. Vermutlich habe ich sie damals genau aus diesem Grund nicht sonderlich ansprechend gefunden. Aber alles hat seine Zeit. 🙂 Der CD liegt auch ein erklärendes Buch bei.

Parallel dazu lese ich noch ein weiteres Buch, das ich letztes Jahr geschenkt bekommen habe (jaja, alles hat seine Zeit): „I met a monk“ von Rose Elliot (das Buch scheint es nur auf Englisch zu geben). In diesem Buch geht es ebenfalls um die Achtsamkeitsmeditation (engl. mindfulness meditation). Das Ganze hat übrigens seinen Ursprung im Buddhismus und nennt sich auch Vipassana.

 

Es gibt 3 Dinge, die mir an der Mediationen von Jack Kornfield so gut gefallen, dass ich sie mit dir teilen möchte: 

 

1. Negative Empfindungen, Gedanken oder Gefühle sind OK

Ich soll ALLE Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle, die kommen,

benennen – zulassen – loslassen

Durch das Benennen mache ich mir diese Gedanken / Gefühle bewußt, lässt sie ohne Bewertung einfach da sein und dadurch wird es mir möglich, sie aufzulösen. Und: es funktioniert! In der Meditation „Die Gedanken beobachten“ gibt es dafür einen schönen Vergleich: die Aufmerksamkeit wirkt auf die Gedanken ähnlich wie die Sonne auf den Nebel – die (negativen) Gedanken verschwinden. Nachdem sich viele Meditationen nur auf positive Dinge konzentrieren, spricht mich dieser Zugang sehr an. Alles in mir darf da sein.

2. Die Meditationen sind alltagstauglich

Die sechs Meditationen dauern jeweils nur zwischen 10 und 15 Minuten, dadurch fällt es mir leicht, sie in den Alltag zu integrieren und mir kleine Inseln der Ruhe zu schaffen. Ich habe sie am Handy und bin daher, was Ort und Zeit betrifft, völlig unabhängig, auch wenn ich am liebsten zu Hause meditiere. Prinzipiell soll ich mir allerdings angewöhnen, überall zu meditieren, und mich nicht von einem bestimmten Ort, Ritual etc. abhängig machen.

3. Es wirkt, spätestens nach 8 Wochen

Die Meditationen sind klar und einfach strukturiert, ohne jeglichen esoterischen oder gar religiösen Touch, und das für mich Wichtigste: sie wirken. D.h. auch als Neuling ist man motiviert, dranzubleiben. Es dauert ca. 8 Wochen, bis die Meditationen meßbare Resultate bringen. Diese Resultate sind u.a. geringere Stressanfälligkeit, besseres Erinnerungsvermögen, höhere Konzentrationsfähigkeit. Jede Menge Studien dazu findest du auf Yoga-Vidya. Mein Verstand ist bereits nach der ersten Meditation von der Autobahn auf die Landstraße gewechselt (zumindest für kurze Zeit).

I met a monk

I met a monk, R. Elliot


Der Widerspenstigen Zähmung

Während der Meditation bin ich ja idealerweise im Hier und Jetzt, achte auf die Atmung und lasse die Gedanken und Gefühle, die da kommen, sein bzw. los. Wenn ich einen chaotischen Tag hinter mir habe, an denen mein Affengeist viel Futter bekommen hat, helfen mir die Meditationen, meine Gedanken zu ordnen. Mir ist klar, dass ich die Gedanken an sich „nur“ da sein lassen sollte, ohne sie zu bewerten, ordnen, etc., aber das ist halt nicht so einfach. 🙂 Und das Gedanken-Ordnen hilft mir, den Affengeist zumindest etwas zu zähmen. Mir kommen dann allerdings 15 Minuten wie eine Minute vor. Das Ganze hängt dann auch von meiner Tagesform ab.

monkey-mind

Mein Affengeist hatte zuviele Bananan

 

Magic Metta

Eine letzte Sache möchte ich noch erwähnen: Metta was soviel wie „liebende Güte“ bedeutet (die englische Version „loving kindness“ gefällt mir besser, weil weniger salbungsvoll). Dieses Metta schicke ich an mich selbst. Bei Jack Kornfield ist das die Meditation nr. 6, die „Herzensgüte-Meditation“, bei der Metta dann auch an Freunde, Familie und schlußendlich an die ganze Welt geschickt wird. Hier ist meine persönliche Variante des Metta-Mantras, das ich am Ende jeder Meditation anhänge:


Möge ich frei sein.
Möge ich glücklich sein.
Möge ich gesund sein. 
Möge ich leicht durch’s Leben gehen.


Meditierst du? Was hilft dir, den Affengeist zu zähmen?

Bildquellen: Amazon, eatontherun

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2 Gedanken zu “3 gute Gründe, 8 Wochen mit Jack Kornfield zu meditieren

    • Hallo Toe,
      ja, über die Güte stolpere ich nach wie vor. Ich habe auch noch „Wohlwollen“ gefunden, aber Freundlichkeit trifft es eher. Irgendwie habe ich mit der englischen Version ein viel schöneres Bild im Kopf als mit der deutschen. 🙂 Deshalb habe ich mir auch mein eigenes Metta-Mantra gebastelt, weil die Versionen, die ich finden konnte, so sperrig waren.
      Seit wann medititierst du? Ich merke, dass ich auch unter Tags immer achtsamer werde. Ich habe schon einige Meditationsarten ausprobiert, aber diese wirkt bei mir nachhaltig. 🙂

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